The Sequel
The Sequel
Wild wuchs das Gestrüpp mit diesen Dornen im Garten, seit Jahren muss es sich tief verwurzelt über meinen Palast gelegt haben. Nur mit Mühe und viel Kraft konnte ich dieses dicht verwobene Geflecht mit all den möglichen und unmöglichsten Gartengeräten aus dem Hang entfernen. Schweissperlen waren ein Nebenprodukt, geflucht habe ich kein einziges mal, ein Befreiungsschlag!
Die zwei darauf erschienenden Geister ganz gross und klein waren irritierender, als ich es mir zuerst eingestehen wollte, begleiten mich im Garten seither an meiner Seite. Muss wohl vor wenigen Jahren auf dieser Berner Tanzfläche gewesen sein – an solchen Orten lässt sich gut erkennen, ob vier Füsse gegebenenfalls schon im vornherein gegenseitig aufeinander herumtrampeln, aber darüber wollte ich jetzt eigentlich nicht mehr weiter schreiben.
Obwohl bestimmt eine gute Sache und was vielleicht für viele und bei vielem wieder zu mehr Enthusiasmus führen würde, als meine Lust und Gedanken dabei zu verlieren, ständig Fliegendreck vom schwarzen Lack meiner Karosse abzukratzen.
Das mit den Illusionen ist so eine Sache, verhält sich wie beim Osterhasen und anderen wichtigen Dingern. Spätestens wenn wir wieder die VW Busse randvoll mit Zweirädern bepacken und damit das Gelände entlang der ligurischen Küste erobern, wird das Schönste und Wichtigste wieder flüchtig.
Entweder spielt man mit dem richtigen Material, mit entsprechender Fahrtechnik oder man verfügt über sonstige Kräfte und Konzentration, alles drei Faktoren welche entscheidend sind, um auf den Pisten in Finale Ligurien zu bestehen. Dinge die mich seit jeher an diesem Sport faszinieren. Schnelle und breite Räder sind aber nicht das einzige wofür ich mich begeistern kann.
Etwa 12 Kilometer Luftlinie dürfte zwischen dem Pfeifen der Windmühlen und dem Rauschen des Meeres liegen, dabei hat diese Gegend durchaus mehr zu bieten, als es für die Freunde des Zweirades bedarf. Die italienischen Bau- und Kulturschätze wären da erwähnenswert, die historischen auf alle Fälle, dass diese nicht so gepflegt werden, zeichnet sie mit enstprechendem Charme aus. Zeitgenössisches erkenne ich hingegen weniger, ausser man betrachte die Objektkunst vierrädriger Skulpturen aus dem nicht allzu weit gelegenen Modena. Den «Dreck» und andere Geschichten weiter südlicher blenden wir für einmal ausnahmsweise aus. Viva Italia!