Lucky Man
Lucky Man
Nachdem ich mir in meinen Plattenläden fast jedes Fächli und deren Genres erschlossen und daraus die schönsten Perlen an Musikstücken für mich herausgepickt habe, bin ich nun mittlerweile bei den «Britpoppern» angelangt. The Verve – Lucky Man «Well, I’m a lucky man with fire in my hands. I hope you understand.»
Ich hatte bis jetzt einen grösseren Bogen um das Fächli des Brit-Pops gemacht, diese unbeschwerten und breiten Gitarrenriffs galten für mich bis dahin als zu träumerisch, arrogant und eher gehaltlos, mal abgesehen vom Verhalten einiger Brüder von Sechsseitern und Sängern, welche sich dauernd in irgendwelchen Raufereien bestätigten.
Mit «Urban Hymns» hatten The Verves ein Album herausgebracht, welches massgebend für das Fächli des Brit-Pops verantwortlich war. Zehn Jahre ists her und ich frage mich, wo den die «Britpopper» verblieben sind.
Ein schönes Cover ziert das neue Album «Forth» von The Verve, als hätte William Turner seine Staffelei in tausende von Fuss aufgestellt und eines seiner stimmigsten Bilder gemalt.
Songperlen gibts dafür weniger, ich vermisse die unbeschwerten und warmen Gitarren und Bässe, wie zum Beispiel die in Weepin Willow, wo sind sie geblieben nach all den Jahren? The Verve – Noise Epic «…he’s so lucky» – ja, ja, ist schon gut.
Aber doch, doch wir können jetzt ruhig noch ein paar Jahrzehnte dran hängen, ich meine jetzt wo ich meinen Spass daran gefunden habe und die Sache nun langsam aber sicher geniessen kann, schiebe ich mir nochmals die alte Scheibe «Urban Hymns» in meinen NAD C540 CD Spieler «Well, I’m a lucky man with fire in my hands. I hope you understand.»