Endanflug

16.März 2009

Endanflug

Die Welt ist einfach, wenn man sie lieben gelernt hat und zwar mit all ihren Facetten. Mann kann sie nur lieben, wenn man sie versteht. Und nur dann wird man seine Ängste verlieren und seine Freiheiten erstehen.

Schreiblust?

26.Februar 2009

Schreiblust?

Wo ist sie hin, diese Schreiblust. Gut möglich, dass sie irgendwo unter den derzeitigen Schneemassen begraben liegt. Vielleicht wüssten meine Schneeschuhe etwas mehr oder ich frage eines meiner Bretter, welche ich gelegentlich auf dem Rücken mit auf den Berg geschleppt habe. Doch auch diese dürften spätestens beim Durchschweben des weichen und weissen Pulvers das eine oder andere vergessen haben. Nach dem Berghochlaufen und wieder runter «brättlen» schreit die Lust sowieso eher nach Essen als nach Schreiben und ich habe mir noch jedesmal auf der Heimfahrt einen kurzen Abstecher für einen feinen Früchtekuchen in die nächstgelegene Bäckerei erlaubt.

Allegra e bainvgnü a Scuol

26.Oktober 2008

Allegra e bainvgnü a Scuol

Endlich, ich sehe langsam Licht am Ende einer langen schwarzen Röhre, der Vereina-Tunnel entlässt mich ins Unterengadin. Die Gegend zeigt sich in seiner vollen Pracht, goldig sind die Lärchen, von gelbgrün bis rötlich das Laub. Die warme Spätnachmittagssonne bringt die Umgebung zum erglühen, während sich ein kalter und blauer Himmel darüber legt.

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Es ist genau so, wie ich es mir gewünscht und in meinem Kopf vorgestellt habe. Freudig fahre ich den VW-Bus über die mir nicht unbekannten Strassen in Richtung Scuol, den Sven Hedin – übrigens auch ein alter Schwede – dirigiere ich ohne Umwege auf den Campingplatz Gurlaine, wie ich ebenso problemlos den Trinkhahn für die Frischwassertanks finde. Das iIrgendetwas im «Shuffle-Modus» liefert die perfekten akustischen Untermalungen «feels like home – Phontaine», ich bin nicht das erste mal hier.

Windstille

12.Mai 2008

Windstille

Es gibt Tage da pflege ich die Windstille. Der Sommer steht bevor und alles wird ein bisschen einfacher, allerdings wird es hier schwieriger sein etwas Ruhe zu finden, denn man hat mir dieses Jahr den Terror direkt vors Dorf gestellt.
Es finden die modernen Kreuzzüge statt, die Holländer spielen gegen die Spanier, die Franzosen gegen die Deutschen, die Schweizer gegen die Kroaten und ich frage mich, was die eigentlich alle vor meiner Haustüre suchen.

Kein Problem für mich, solange ich noch beweglich genug bin um meinen Haushügel zu erklimmen, damit ich die Windstille auch dieses Jahr geniessen kann. Seit meine Fahrräder breite und fette Reifen haben sind Ausflüge auf den wenige Bikeminuten entfernten Hügel die Regel. Klar, damals war es mehr Berg als Hügel, aber heute sehen Berge definitiv anders aus. Es ist also eher eine gemütliche Sonntagsspazierfahrt als eine grobe Tour und immer wenn ich ein paar offene Fragen habe, wie zum Beispiel «Wo ich denn überhaupt noch hin soll auf dieser grossen Kugel.» Dann bekomme ich sogleich auch Antworten, «Ich komme wieder hier her.» Irgendwo treffe ich dann mein lieblings Bänkli an, lasse mein Herz auf kaum zählbare 50 Schläge pro Minute sinken und lege mich für eine Weile hin. Die Welt kann mir dann gut und gerne gestohlen bleiben.

Tag des Lärms

16.April 2008

Tag des Lärms

Heute ist der Tag des Lärms und da will ich einen Beitrag leisten, doch dazu etwas später.

Eigentlich hätte ich mein Aufsatzthema «Freizeitgestaltung» nennen wollen, nun Aufsatzthemen spielen zur meiner Erleichterung schon lange keine Rolle mehr, aber dies wär jetzt schon wieder ein anderes Thema.

«Lebenslauf» war auch mal so ein Aufsatzthema in der Schule, um bei unseren ersten Anstellungen einen guten Eindruck zu machen und da wusste ich dann auch worüber ich schreiben kann und zwar über meine Freizeitbeschäftigungen. Seit meiner Selbständigkeit sind zwielichtige Referenzpersonen, besuchte Schulen, Zeugnisse und goldene Karriereleitern ebenso uninterressant wie Personalverantwortliche und so bekommt der Punkt «was tun sie in ihrer Freizeit» wieder eine neue Bedeutung. Doch keine Sorge, spätestens mit der Pensionierung kommen dann alle dran.

Banken

31.März 2008

Banken

Es war irgendwann mal in den vergangenen Wochen, ich weiss nicht mehr genau an welchem Tag, aber es würde mich nicht verwundern, wenn es kurz vor dem Tag gewesen ist, als die Credit Suisse ihre schlechten Quartalsergebnisse präsentieren musste.

Die Geschichte nahm ungefähr hier ihren Anfang. Ich hatte mir einen Drucker gekauft mit dabei war eine sogenannte «Feriengeld-Aktion», was soviel hiess, dass ich beim Vorweisen des Kaufbeleges direkt vom Hersteller CHF 250 Stutz zurück erstatten bekomme. Ich finde solche Aktionen super, auch wenn es sich für viele gar nicht lohnen dürfte, es soll ja Leute geben deren Stundenansatz sich etwa in dieser Höhe und darüber bewegt. Da ich mich nicht zu diesen zähle, sandte ich nach dem Durchlesen der Vorgehensweise und deren Spielregeln diesen Kaufbeleg per Post in Richtung Deutschland. Zwei Monate später erhielt ich nach meiner Nachfrage eine E-Mail von einer in Irland ansässigen Firma, meine Gutschrift könne nicht überwiesen werden – dabei hatte ich doch per Copy&Paste meine internationalen Bankverbindungen ins Online Formular eingegeben und erfolgreich übermittelt, damit keinesfalls eine Ziffer verloren geht.

Nun ich bin Ausdauersportler und gebe so schnell nicht nach – ist halt etwas schlecht für diese Cashback Firma… – und so erhielt ich nach ein paar Monaten und vielen Mails später per Post ein wahres Kunstwerk zu Gesicht. Ein Check einer irischen Bank, welche Freude mir doch so ein schön gestaltetes Werk machen kann, schon allein deswegen war mir der Aufwand bis hier her Wert.

Hugh Laurie’s Protest Song

28.November 2007

Er weiss immer wie…

…und vielleicht weiss er es noch besser als Bob Dylan und all die anderen Vögel.

 

Wahllos

8.Oktober 2007

Wahllos

Diese Tage habe ich Post bekommen, so ein Päckli in der Grösse eines dicken C5 Couverts. Es freut mich wenn ich Post bekomme, diese wird in der Regel sofort geöffnet, dass ist zum Beispiel der Fall, wenn darin eine neue Musik CD liegt, die ich mir bestellt habe. In dem oben genannten Fall liegt aber dieses dicke C5 Couvert mit dem Absender «Wahl- und Abstimmungsunterlagen» immer noch ungeöffnet auf meinem Schreibtisch und es wird wohl soweit kommen, dass es zwar nicht durch einen natürlichen Zersetzungsprozess in seine Ursprungsbestandteile zerlegt wird, aber irgendwann findet dieses Päcken den Weg ins Nirwana. Ein paar bessere Leute würden mich nun als Chaoten bezeichnen und darunter gibt es sicher auch noch ein paar die sich das Wünschen würden, es ist ja alles viel einfacher, wenn man jemand hat, dem man sein dummes, unzufriedenes und selbst gegrabenes Schicksal unterstellen kann. Ich nenne diese Leute mal schwarze Schafe, aber keine Angst auch darüber bin ich Herr und Hirte.
Wer mich kennt weiss es besser, dass meinem «Machen» ein fundiertes Tun und Handeln vorausgeht. So will ich erklären warum meine «Wahl- und Abstimmungsunterlagen» demnächst ins Altpapier fliegen.

Go West

28.September 2007

Go West

Die heutige Technik hats in sich, so manches wurde damit vereinfacht und wiederkehrende Arbeitsabläufe in die Hände der IT gelegt. So habe ich mein ganzes Büro auf ein paar Quadratzentimeter rationaliseren können, alle meine Key-Accounts und die dazugehörigen Kontaktdaten stehen mir auf meinem MacBook Pro zur Verfügung. Auf meine Buchhaltung und mein Rechnungswesen habe ich stehts Zugriff, weiss Bescheid über den aktuellen Stand der Dinge und kann dementsprechend handeln.

Für die Umsetzung meiner Projekte bin ich natürlich auf eine zuverlässige Peripherie von Partnern angewiesen. Wenn es beispielsweise um die Digitalisierung von Fötelis und Texte geht, tut es auch so ein Büroschreibtischscanner. Diesen gibts bei Media-Markt sicher schon ab 99.99 und lässt sich relativ leicht unter die Schulter klemmen und bequem via USB – so heisst das neumodische Zeugs – an mein Macbook Pro anstöpseln.

Twike bewegt

24.September 2007

Twike bewegt

An der Heureka ‘91 hatte ich damals ein sehr spannendes Fahrzeug entdeckt, ein Prototyp eines halb Velos, halb Elektrofahrzeuges, das aussah wie ein dreirädriges Segelflugzeug. Ich hatte eigentlich immer eine gewisse Affinität zu diesen Fortbewegungsmitteln, womit das Interesse für dieses Fahrzeug geweckt wurde.
Nun sind ein paar Jahre vergangen, das Twike hat es seit einiger Zeit in die Serienproduktion geschafft, bis heute wurden rund 800 Fahrzeuge produziert. Mein Onkel hat eines und fährt Twike Nr. 010. Am Samstag war ich anlässlich von «Bern bewegt» und dem 10-jährigen bestehen des Twikeclubs mit dabei und wir durften zusammen mit 120 Twikes ganz leise und schnell durch Berns Gassen flitzen. Ein paar Impressionen, die wir weitergeben können.

…regiert die Welt

18.August 2007

…regiert die Welt

Manchmal, aber zum Glück eher selten kommt mir hier im Auenland Langeweile auf. Zur Unterhaltung flattern da gelegentlich Zeitungen ins Haus, welche ich lese, wenn es mir langweilig ist. Aber ihr müsst wissen, dass ich meist nur wenige Minuten zum Durchblättern aufbringen kann, bevor ich wieder anderweitig beschäftigt bin. So schreibe ich zur Abwechslung mal, was ich in der Zeitung erfahren habe, was sich so im Südosten abspielt.

Mit Sven unterwegs

16.August 2007

Mit Sven unterwegs

imageDer Sven Hedin ist schon fast so alt wie ich, seine 6 Bolören röhren immer noch so schön tief, der Ton eines VW LTs finde ich immer noch ein bisschen schöner als das Rattern und Knattern eines in die Jahre gekommenen T4. Doch auch Svens Tage werden bald gezählt sein, mit 26 Jahren ist ein Fahrzeug definitiv Oldtimer und ein Menschenleben mit 27 hat jetzt halt noch nichts mit Oldtimer zu tun. So ist geplant, ein paar Tage mit Sven, Kollegen und Bikes zu verbringen.

War Stories

17.Juli 2007

War Stories

Festivals sind was tolles, noch schöner wenn man sich auf etwas freuen kann. Früher habe ich mich immer auf die Band XY gefreut, endlich würden nun meine Helden vor meinen Augen stehen.
Entweder ist heutzutage das Festivalprogramm so schlecht oder meine Helden sind ganz einfach alle ausgestorben, es ist schwierig geworden mich so auf eine Band XY zu freuen. Letzten Dienstag hatte ich wiedereinmal Gelegenheit dazu.

Der kreative Pilot

9.Juni 2007

Der kreative Pilot

Falls es mal jemand interessiert, was so ein Airbus A340 Pilot alles so für Künste drauf hat, sollte sich mal “Der Nachtflug” anschauen. Auch vorbildlich sind seine Flugvorbereitungen.

Handwerker

14.Mai 2007

Handwerker

Ich habe ein gewisses Faible für Handwerker. Ihre Energie, die mit der Hand und viel Herz in das Werk gesteckt wird, kann sehr grosse Freude ausstrahlen und unsere ach so wertvolle kurze Zeit etwas versüssen. Sicher liegt den Handwerkern ihre Erfahrung und fachwerkliche Kompetenz zu Grunde und nicht zu letzt sicher auch etwas Stolz für “ihre Wissenschaft”.