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Living Darfur – Immer diese Perspektivenohne Abgasanlage, aber mit Aussichten.

The ForceThe all new one and there’s something left for the green one.

MC Solaar Prose Combat – Nouveau Western

The Impossible Possible ShootAn Inside Job

Some Thoughts, Some Passions – Black Rebel Motorcycle Club

Shoot for some Scooby Snacks – The Fun Lovin’ Criminals.

Wenn schon den Vogel zeigen, dann von seiner schönsten Seite. Hells Bells – Back in Black (1980)

Einer lässt sich blenden, andere verlieren langsam, aber mit Sicherheit ihre Eier… Und wo soll’s enden? Foo Fighters – Burning Bridges.

Δ – One…, Two…, Three

DJ Shadow – The Outsider Intro

Gonna Make It Better. Gonna Make It Right.

I’m a Raptor and they are Pussy’s.

Wir bleiben wach bis…  Lila Wolken

Happy New Year. And Always Look On…

Invasionen

26.August 2014

Invasionen

Es gibt ein paar Dinge in meiner Umgebung, welche ich mittlerweile seit Jahrzehnten zu pflegen weiss. Nachbarschaftliche Beziehungen beschränken sich kaum bis zur nächsten Parzelle oder zur hoch gewachsener Hecke, erstrecken sich über Felder und Wiesen zum nächsten Wiler. Da brauchts keine Telefondrähte oder GSM-Netze, ein einigermassen flottes Zweirad genügt, um über Feldwege gefestigt mit kleinen Jurakalksteinen, durch manchmal gelblich sonnigere oder grünlich dunklere Wälder zur Haustür meines Kollegen zu pedalen und an die Türe zu klopfen.

Invasionen

11.August 2014

Invasionen

Es ist nicht so, dass ich mich nun tiefgründig in Geschichtsbücher werfen möchte, wo erzählt wird, was am 6. Juni 1944 an den Stränden der Normandie alles gestrandet wurde. Bestimmt nicht diejenigen, welche um die Jahrhundertwende ihr Glück in Brasilien suchten, weil die hiesigen Zeitungen vieles Versprachen was die aufkeimenden Fabrikhallen hier nicht bieten konnten und schon gar nicht weil alle Kartoffeläcker am verfaulen waren. Da gelobe ich eigentlich unsere derzeit goldig gepflegten Weizen- und Kornfelder, die bekanntlich in meiner Gegend so zahlreich sind, wie die gegenwärtig wildwüchsig grassierenden Plakatwände der Aggloszene.

Der Saustall

16.Mai 2014

Der Saustall

Ein ehemaliger Arbeitskollege meldet sich Ende 2011, der Absender wie auch die Fussnote lässt auf eine neue erfolgreiche Anstellung beim Nachrichtendienst des Bundes deuten. Ich antwortete ihm und freue mich für ihn, seit jeher ab jeglichen positiven Neuigkeiten.

Seit 2010 sorgt der Nachrichtendienst des Bundes unter der neuen Führung regelmässig für skandalträchtige und reisserische Schlagzeilen. Im Herbst 2012 tritt der verantwortliche des NDB an die Öffentlichkeit und gesteht einen Zwischenfall, bei dem vertrauliche Daten gestohlen und entwendet wurden. Einer muss halt immer den Kopf hinhalten und man will mir weismachen, dass man in Zeiten von Breitband-Internet-Verbindungen immer noch mit Magnetbändern in irgendwelchen Anstalten herumirrt.

My Way

28.November 2013

My Way

Das Unterengadin bekanntlich mein erster und letzter Rückzugsort, dann wenn in den Nebelschwaden des Unterlandes mir ein paar Träumer, Nasengrübler und andere Penntüten zu viel vor meiner Schnauze auftauchen. Nicht weil ich von staatlicher Oberhand flüchtig wäre – die Könner und deren Autorität erkennt man ohnehin spätestens wenn sie einem am Nacken liegen. Das einzig beunruhigende aus meiner Perspektive, dass es zu vorangehenden Jahren verhältnismässig viele Besuche geworden sind.

Bananenrepubliken

11.Mai 2013

Bananenrepubliken

Man macht sich seine Pläne im Leben, so auch ich. Die Temperaturen entlang der Bielerseestrände nicht immer so beständig. In seichten Gewässern badet man zwar nicht im Schmutz, nicht selten bildet sich aber oberflächlich ein öliger Film, schmieriger Sonnenschutz von bleichen Seeländern.

So haben wir geplant unsere Badetücher anstatt im Gras mal auf feinem Sand auszubreiten und die etwas beständigeren Wetterlagen entlang der brasilianischen Küste nahe des Äquators zu besuchen. Lange bevor unserer Anreise haben wir gebucht, aus welchem Grund auch immer.

Vögel

9.Mai 2013

Vögel

Ein wenig ausgelaugt, aber bei guter Laune und so langsam ziemlich auf’m Hund. Zusammenarbeit ist unabdingbar um gewisse Ziele zu erreichen, derweil ich das gerne halt mit eigenem Namen und auf eigenen Füssen tue, auch mal auf Abwegen ganz alleine. Da haben bestimmt nicht alle Freude daran, die Ausreisser sowieso immer die mühsamsten.

Spurensuche

25.Dezember 2012

Spurensuche

Es ist kälter geworden draussen. Weiss, grau bis schwarz prägt das Bild. Seit Wochen hat es bereits weisse Flocken geregnet und ich war noch nicht einmal richtig im Schnee. Dabei wäre eigentlich alles startklar, meine schwarze Katze hat die Winterpfoten drauf und das Radical-Super-Brett hat einen frischen Schliff, höchste Zeit damit herum zu tanzen.

Fünf darauf folgende Freitage gönne ich mir, ich könnte schon fast von Ferien reden, da war ja noch der Ausflug ans TestRide in die Lenzerheide, zwei Arbeitstage kostete mich das, ansonsten mag ich mich in diesem Jahr nicht an Ferien erinnern. Zugegeben meine Arbeitstage laufen auch nicht immer auf acht Stunden, mein Soll richtet sich nach der werten Kundschaft und diese regle ich nach meiner Gesundheit und Vernunft. Von 13 geregelten und bezahlten Urlaubswochen bin ich weit entfernt, aber ich beklage mich nicht. Wer gerne tut was er macht, dem fehlt es schliesslich an nichts.

The Judge

11.November 2012

The Judge

Nein, ich brauche keinen Anwalt. Und nein, ich gebe keine Autogramme.

Wozu auch, wenn es Leute gibt, die es tatsächlich vor Bundesgericht schaffen, ein halbes Dorf zum Königreich zu erheben, wo Rechte und Pflichten hiesiger Gesellschaft, die jeder Bürger in diesem Land zu tragen hat, keine Gültigkeit haben. Was meint ihr, was für eine Gesellschaft ihr hier bildet. Leute, die andere ständig anfahren und dass nicht nur im Strassenverkehr. Nur weil sie vor Gericht nichts zu fürchten haben? Ihr erzieht Buben die eine Empathie haben, welche eines Bullen oder Nashorns gleichkommt. Ihr erzieht Mädchen, die ein Verantwortungsbewusstsein tragen, welches noch kleiner ist, als die Birne der Prinzessin auf der Erbse.

Halbzeit

16.Oktober 2012

Halbzeit

Ich habe schon alles mögliche ausprobiert was sportliche Ansätze bietet, so glaube ich und in vielen guten Disziplinen so meine Erfahrungen gemacht. Es ist gut, wenn das Fenster offen ist, damit man immer wieder neues dazu lernen kann.

Elevage des Baumes

16.September 2012

Elevage des Baumes

Frei- und Samstage, ein paar Worte und Schnappschüsse. Die Umstände, dass meine Schwester vor Jahren, wenn nicht vor einem Jahrzehnt hin- und wiedermal einen Chauffeur in Anspruch nahm, brachten mich an diesen Ort des ausgedehnten Hochplateaus Montagne de Diesse. Wobei die Wurzeln zu dieser Gegend familiär bedingt auch tiefer und weiter gründen.

Race gainst the machine

27.August 2012

Race against the machine

Die Geisterstunden sind nun vorüber. Die Geister die ich rief. Sie haben die dumme Angelegenheit nicht an Türen anzuklopfen und schleichen sich dabei ständig in mein Hirn.

Wie soll man schlafen, wenn weit entfernt im dunklen Wald Männer schreien. Wie soll man konzentriert arbeiten, wenn es am anderen Ende des Drahtes plötzlich unerwartet funkstill ist. Passfotos sollen angefertigt werden, fehlen irgendwo kurzfristig wichtige Arbeitskräfte prasselt dann alles wieder auf mich nieder. Es verschwinden Millionen und am anderen Tag sind sie wieder da. Auffällige Streifenwagen, verschwundene E-Mails und deren Herkunft nicht überbewerten. Noch offene Rechnungen dürften auf den Ursprung des Sturms hinweisen.

Sommersamstag

18.August 2012

Sommersamstag

An Sommersamstagen hat der ABC-Schütze frei und er macht nur noch «Schnappschüsse».

Sommerfreitag

29.Juli 2012

Sommerfreitag

Sommerfreitage bieten sich an, wenn der Himmel wolkenlos erscheint, wenn man den Arbeitsplatz ohne schlechtes Gewissen verlassen kann, damit sich die dunkle Wolke hinter dem Bildschirm und dem Telefon schon gar nicht bildet.

Die Sonne brennt, die Hitze staut sich im Kessel des Rhonetals besonders gut, schraubt sich gegen Mittag in die hintersten und entlegensten Täler hinauf. So tun wir dies an diesem Freitag auch. Der Schweiss trieft und presst sich durch die braune Haut, lässt sich in ein angenehmes wohliges Gefühl verwandeln. Die Sauna zwar auch ein Erholungsort, meist mit einschränkender Sicht – ein schlechter Arbeitsort.

Das letzte Tor

5.Juli 2012

Das letzte Tor

Ich haue noch einmal in die Tasten. Ich spiele das Spiel fertig. Das Spiel, dass ich begonnen habe.

Ich möchte mit wenig Mittel einen Mehrwert generieren. Mehrwert kann heissen, dass man sich seinen nächsten aufopfert und seinem gegenüber eine Leistung vollbringt, geistig wie auch körperlich. Je grösser der Nutzen oder die Freude für sein Gegenüber ist, je grösser dürfte der Wert sein, der durch die Leistung entstanden ist. Eigenschaften wie Charakter, viel Leidenschaft, eiserne Disziplin, genügend Biss und starke Persönlichkeit, sind Werte, die wohl in Zukunft das grösste Kapital darstellen. In einer Zeit, in der man langsam bemerkt hat, dass es sich schlecht mit Geld einfach Geld verdienen lässt. Und es ist bestimmt nicht der dümmste Rat, mal für eine Weile alles sicher zu parkieren, bevor es wieder sinnlos in der Wüste versandet oder verlocht wird.

Ich habe es gerne ordentlich, dass erleichtert mir das Leben ungemein und ich möchte Sorge tragen, nicht nur zu den wertvollen Beziehung sondern auch zu meiner Umgebung und da gehören die materiellen Dinge ebenso dazu. Der Verschleiss unserer Generation ist teilweise enorm, wer nicht gelernt hat, beispielsweise sein eigenes Fahrrad zu pflegen, es regelmässig zu reinigen und es über Jahre hinweg im Gang zu halten, wird es in Zukunft schwierig haben, so behaupte ich. Hinter den Tresen glänzen ständig neue Dinge, die vielversprechend sind, dessen Wert sie nach dem Kauf aber nicht halten können, weil sie persönlich meist nicht von grossem Nutzen sind, sie sind dementsprechend auch wertlos und wir haben viele wertlose Dinge wie auch Beziehungen in unserer Zeit.

Allegra e bainvgnü

22.Oktober 2011

Allegra e bainvgnü

Ein Weilchen ist es jetzt her, seit ich mich das letzte mal an den äussersten Zipfeln des Engadins niedergelassen habe. Genau drei Jahre weiss ich aufgrund meines Logbuches zu rechnen.

Dieses mal bin ich allerdings nicht auf der Flucht. Auf den ellenlangen Tunnel kann ich verzichten, meine neue Beziehung machts bekanntlich möglich. Die paar Kehren über den Flüelapass kommen mir so kurz vor, wie die Hausrunden über den Frienisberg. Der Sven Hedin – der weisse VW Bus, tingelt dagegen in Sardinien im Kreis herum und ich bin gespannt wie lange der’s noch machen wird, seine goldenen Streifen sind längst vergilbt und ich sehe den Tag kommen, wo wir in unserem Garten das Grab schaufeln müssen. Einzig die gut bestückte und eingerichtete Küchennische wird mir ein wenig fehlen.