Still sitzen

25.April 2010

Still sitzen

Es hat mich erwischt. Die Höhenflüge und Hochs vergangener Werktage und Wochenenden haben mich dazu verleitet, das etwas grössere Hindernis ins Visier zu nehmen. Innert Sekunden habe ich mich entschieden, mit dem Zweirad kurz vor dem Twannberg den gröberen Stein zu überfliegen, anstatt daneben über kleinere Wurzeln zu rollen. Der Geist ist in guter Kondition, meine körperlichen Reserven habe ich aber schon längst im endlos langen Aufstieg kurz nach Biel verpufft – wir nennen ihn auch «Psycho». Die Energien reichen nicht das Zweirad ordnungsgemäss aufzuziehen, mein Hinterrad verfängt sich bei voller Fahrt am besagten Hindernis, auch üppig vorhandener Federweg vermag meinen Fahrfehler nicht zu korrigieren, ich werde aus dem Sattel in ordentliche Höhe geworfen. So finde ich seit längeren wiedereinmal den Weg auf den harten Boden, ein paar Meter hinter dem grossen Stein. Mein Zweirad vollzieht noch ein paar Saltis mehr und findet dutzende Meter vor mir seine Ruhe. Immerhin, wenigstens Steine und Wurzeln bringen mich wieder auf den Boden.

Schreib eine Postkarte

13.April 2010

Schreib eine Postkarte

An die Jäger und Sammler. Für Freunde der Postkarten. Für Leute die etwas Post in ihrem Briefkasten haben wollen. Ich habe welche zu vergeben.

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Redemption Day

21.März 2010

Redemption Day

Vielleicht wiedereinmal Zeit ein paar Zeilen über Musik zu verlieren. «Redemption Day»  ist der Titel, den es mir vergangene Woche an Land gespült hat. Johnny Cash, eigentlich seit einiger Zeit unter der Erde begraben, steht nochmals auf.

image«Ain’t No Grave» heisst sein neues und allerletztes Album, welches allerdings nicht zu seiner Lebzeit geboren wurde. Die Studiotechnik machts möglich, unveröffentliche Gesangsspuren aus alter Zeit werden mit frischen Instrumenten begleitet. Auch das gute Stück «Redemption Day» stammt kaum aus seiner Hand, geschrieben von Sheryl Crow, eine mit kaum Falten gezeichneten Musikerin, liefert den Inhalt für eine der wohl letztmöglichen Tonaufnahmen eines alten Mannes, dessen Leben – möge man den Biografien glauben – mit einigen Turbulenzen geprägt wurde. Cash interpretiert «Redemption Day» mit einer gebrechlichen Stimme, kurz danach dürfte von ihm definitv nur noch seine Knochen übrig geblieben sein.

Where Myths and Legends are born

11.Dezember 2009

Where Myths and Legends are born

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Die Schotten ein urchiges, wildes und eigenständiges Volk, so wie ihre landschaftlichen Kulissen selbst. Die Gesichter alles andere als zierlich, dafür geprägt vom kalten windigen Wetter. Ein Land wohl eher für aufständische Bauern, harte Burschen und wütige Krieger.

Mind the gap!

23.Oktober 2009

Mind the gap!

«Travel is a means to an end. Home.», lese ich auf der Rückseite meines Planes, welcher mir einen Überblick über die Londoner Tubes verschafft. Die Bahn fährt über holprige Geleise, kurz nach Upminster sind die kleinen und runden Wagen noch weitgehenst leer. Was «Home» ist wird mir in ein paar Zeilen weiter unten erklärt. IKEA, so die Antwort eines schwedischen Möbelherstellers.

Gewiss lässt es sich damit zu Hause gemütlich machen. Zufrieden mit dieser Antwort bin ich halt noch nicht. «Home» wird sicher nicht nur aus billigen Stoffen und Hölzern bestehen. Viele Reisen kann man antreten und die Mittel dazu sind ebenso vielfältig. Ausnahmsweise bin ich mit dem Auto unterwegs und bin in den äusseren Vorort von London gekommen, etwas später möchte ich dann per Schuhe durch die schottischen Highlands wandern. Im Kopf kann man aber auch spannende Reisen unternehmen, zu Hause im Garten mache ich das jeweils am Liebsten.

Sich wohl fühlen, ein für mich mittlerweile wichtiger Begriff. Wo man zu Hause ist tut man das in der Regel auch. Wäre es jetzt aber nicht von Vorteil, wenn man überall zu Hause sein könnte? Weil dann erübrigt sich sogleich auch die Frage, wann und wo das oben zitierte Ende erreicht ist. Kompliziert meine Gedankengänge zu verstehen, meine kurze Reise bis nach Upminster vielleicht etwas einfacher.