Where flowers flourish
Where flowers flourish
Es hat sich mittlerweile so eingespielt, im Juli wenn ich hier bin – und wann war ich das eigentlich schon nicht –, stelle ich das Auto vor dem Tierpark Dählhölzli auf einen der vielen freien Parkplätze und beginne meine Wanderung durch den Wald, dort wohnen eingepfercht in Gehegen auch ganz wilde Tiere.
Mein Ziel sind aber nicht die wilden Tiere. Ich will für zwei Tage den Gurten besteigen. Über vier Tage wird am Gurtenfestival feucht fröhlich gelacht, gelebt und Musik gehört und wer will das schon nicht?
Die Aare trennt die wilden Tiere vom Gurtenfestival, zum Glück gibts Brücken, den Schönauersteg. Diesen werde ich auch wieder benutzen, wenn ich meine Schlafstätte zu Hause aufsuchen werde. Es versteht sich von selbst, dass diese Wanderung und vorallem der Abstieg in aller Herrgottsfrühe nur wenig Bier verträgt. Damit werde ich keine Probleme haben, dass weiss ich schon jetzt, noch offen ist allerdings wann ich genau runter kommen werde. Ist das Fest dürftig kanns vor zwölf Uhr werden. Ist das Fest gut, werde ich in kürzester Zeit wieder den Sonnenaufgang geniessen. Es liegt schlussendlich bei mir.
Where dreams comes true
Where dreams comes true
Ich bin an einem geliebten Ort, die Werkstatt wo ich gelegentlich aber seit Jahrzehnten an meinen Allerliebsten, den Zweirädern herumschraube. Während sich geschlagene Ritter dem Yoga, Gesundheitszentren und ähnlichem hingeben oder Prinzessinnen in ihren Türmen ewig vergebens auf ihren Prinzen warten, wende ich mich der mit Fett verschmutzten Kette zu. Entspannt poliere ich die Kassette zu hochglanz, denn Sand im Getriebe ist das letzte was ich gebrauchen kann. Ich sinniere dabei in Gedanken und überlege mir gerade wieviele Rahmen ich schon geputzt und gestreichelt habe. Ich bin bei Bike Nummer 4.
Into the Wild
Into the Wild
Ich bin gerade von Jagd zurück, besteige in Zürich den Zug der mich nach Bern bringen wird. Habe mir hier einen fetten Auftrag erbeutet und will nun die Ruhe, damit ich den Puls in meinen Adern etwas runterbringen kann. Ich bin nicht nur Mensch sondern auch ein Lebewesen, ein ganz athletisch schnelles Tier. Ich suche zur Entspannung auch gerne meinesgleichen, ein paar Abteile durchschlichen, habe ich auch jemand gefunden. Eine wunderschöne Raubkatze, ein ganz prächtiges Exemplar.
Endanflug
Endanflug
Die Welt ist einfach, wenn man sie lieben gelernt hat und zwar mit all ihren Facetten. Mann kann sie nur lieben, wenn man sie versteht. Und nur dann wird man seine Ängste verlieren und seine Freiheiten erstehen.
Schreiblust?
Schreiblust?
Wo ist sie hin, diese Schreiblust. Gut möglich, dass sie irgendwo unter den derzeitigen Schneemassen begraben liegt. Vielleicht wüssten meine Schneeschuhe etwas mehr oder ich frage eines meiner Bretter, welche ich gelegentlich auf dem Rücken mit auf den Berg geschleppt habe. Doch auch diese dürften spätestens beim Durchschweben des weichen und weissen Pulvers das eine oder andere vergessen haben. Nach dem Berghochlaufen und wieder runter «brättlen» schreit die Lust sowieso eher nach Essen als nach Schreiben und ich habe mir noch jedesmal auf der Heimfahrt einen kurzen Abstecher für einen feinen Früchtekuchen in die nächstgelegene Bäckerei erlaubt.






