Redemption Day

21.März 2010

Redemption Day

Vielleicht wiedereinmal Zeit ein paar Zeilen über Musik zu verlieren. «Redemption Day»  ist der Titel, den es mir vergangene Woche an Land gespült hat. Johnny Cash, eigentlich seit einiger Zeit unter der Erde begraben, steht nochmals auf.

image«Ain’t No Grave» heisst sein neues und allerletztes Album, welches allerdings nicht zu seiner Lebzeit geboren wurde. Die Studiotechnik machts möglich, unveröffentliche Gesangsspuren aus alter Zeit werden mit frischen Instrumenten begleitet. Auch das gute Stück «Redemption Day» stammt kaum aus seiner Hand, geschrieben von Sheryl Crow, eine mit kaum Falten gezeichneten Musikerin, liefert den Inhalt für eine der wohl letztmöglichen Tonaufnahmen eines alten Mannes, dessen Leben – möge man den Biografien glauben – mit einigen Turbulenzen geprägt wurde. Cash interpretiert «Redemption Day» mit einer gebrechlichen Stimme, kurz danach dürfte von ihm definitv nur noch seine Knochen übrig geblieben sein.