Where Myths and Legends are born
Where Myths and Legends are born
Mind the gap!
Mind the gap!
«Travel is a means to an end. Home.», lese ich auf der Rückseite meines Planes, welcher mir einen Überblick über die Londoner Tubes verschafft. Die Bahn fährt über holprige Geleise, kurz nach Upminster sind die kleinen und runden Wagen noch weitgehenst leer. Was «Home» ist wird mir in ein paar Zeilen weiter unten erklärt. IKEA, so die Antwort eines schwedischen Möbelherstellers.
Gewiss lässt es sich damit zu Hause gemütlich machen. Zufrieden mit dieser Antwort bin ich halt noch nicht. «Home» wird sicher nicht nur aus billigen Stoffen und Hölzern bestehen. Viele Reisen kann man antreten und die Mittel dazu sind ebenso vielfältig. Ausnahmsweise bin ich mit dem Auto unterwegs und bin in den äusseren Vorort von London gekommen, etwas später möchte ich dann per Schuhe durch die schottischen Highlands wandern. Im Kopf kann man aber auch spannende Reisen unternehmen, zu Hause im Garten mache ich das jeweils am Liebsten.
Sich wohl fühlen, ein für mich mittlerweile wichtiger Begriff. Wo man zu Hause ist tut man das in der Regel auch. Wäre es jetzt aber nicht von Vorteil, wenn man überall zu Hause sein könnte? Weil dann erübrigt sich sogleich auch die Frage, wann und wo das oben zitierte Ende erreicht ist. Kompliziert meine Gedankengänge zu verstehen, meine kurze Reise bis nach Upminster vielleicht etwas einfacher.
Where flowers flourish
Where flowers flourish
Es hat sich mittlerweile so eingespielt, im Juli wenn ich hier bin – und wann war ich das eigentlich schon nicht –, stelle ich das Auto vor dem Tierpark Dählhölzli auf einen der vielen freien Parkplätze und beginne meine Wanderung durch den Wald, dort wohnen eingepfercht in Gehegen auch ganz wilde Tiere.
Mein Ziel sind aber nicht die wilden Tiere. Ich will für zwei Tage den Gurten besteigen. Über vier Tage wird am Gurtenfestival feucht fröhlich gelacht, gelebt und Musik gehört und wer will das schon nicht?
Die Aare trennt die wilden Tiere vom Gurtenfestival, zum Glück gibts Brücken, den Schönauersteg. Diesen werde ich auch wieder benutzen, wenn ich meine Schlafstätte zu Hause aufsuchen werde. Es versteht sich von selbst, dass diese Wanderung und vorallem der Abstieg in aller Herrgottsfrühe nur wenig Bier verträgt. Damit werde ich keine Probleme haben, dass weiss ich schon jetzt, noch offen ist allerdings wann ich genau runter kommen werde. Ist das Fest dürftig kanns vor zwölf Uhr werden. Ist das Fest gut, werde ich in kürzester Zeit wieder den Sonnenaufgang geniessen. Es liegt schlussendlich bei mir.
Where dreams comes true
Where dreams comes true
Ich bin an einem geliebten Ort, die Werkstatt wo ich gelegentlich aber seit Jahrzehnten an meinen Allerliebsten, den Zweirädern herumschraube. Während sich geschlagene Ritter dem Yoga, Gesundheitszentren und ähnlichem hingeben oder Prinzessinnen in ihren Türmen ewig vergebens auf ihren Prinzen warten, wende ich mich der mit Fett verschmutzten Kette zu. Entspannt poliere ich die Kassette zu hochglanz, denn Sand im Getriebe ist das letzte was ich gebrauchen kann. Ich sinniere dabei in Gedanken und überlege mir gerade wieviele Rahmen ich schon geputzt und gestreichelt habe. Ich bin bei Bike Nummer 4.
Into the Wild
Into the Wild
Ich bin gerade von Jagd zurück, besteige in Zürich den Zug der mich nach Bern bringen wird. Habe mir hier einen fetten Auftrag erbeutet und will nun die Ruhe, damit ich den Puls in meinen Adern etwas runterbringen kann. Ich bin nicht nur Mensch sondern auch ein Lebewesen, ein ganz athletisch schnelles Tier. Ich suche zur Entspannung auch gerne meinesgleichen, ein paar Abteile durchschlichen, habe ich auch jemand gefunden. Eine wunderschöne Raubkatze, ein ganz prächtiges Exemplar.





